Die aktuellen Ergebnisse der bundesweiten Befragung von Selbsthilfekontaktstellen der NAKOS liegen vor. Daraus geht hervor: Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Stütze in der Pandemie. Trotz der Kontaktbeschränkungen findet der Austausch weiterhin statt. Ob per Telefon, E-Mail oder in einer Videokonferenz, für die Betroffenen ist der Austausch sehr wichtig. Auch Gruppengründungen fanden während der Pandemie statt. Für die Neugründungen wurden am häufigsten dieThemen wie Isolation/Vereinsamung, wirtschaftliche Sorgen, Exsistensängste, häusliche Gewalt, Deprression, Phobien, Trauer und Hochsensibilität genannt.
Den Bericht der NAKOS finden Sie hier: [ Ergebnis Befragung ]

Das Thema miteinander in Kontakt bleiben, wird aufgrund der anhaltenden Situation, immer wichtiger, aber auch in vielen Gruppen immer schwieriger. Leiter*innen und Mitglieder*innen von Selbsthilfegruppen leisten einen erheblichen sozialen Beitrag. Die Selbsthilfegruppen im Landkreis Gifhorn sind kreativ geworden und halten auf vielfältigen Wegen Kontakt.
Hier einige Beispiele:

  •  Infobriefe versenden, Briefe an die Gruppenmitglieder*innen senden, evtl. mit Informationen zu besonderen Themen
  • Aufgaben an die Gruppenmitglieder*inen stellen, z.B.: Was beschäftigt mich gerade - in einer Liste eintragen und an andere weiterschicken
  •  Bilderrätsel für Gruppenmitglieder*innen zur Verfügung stellen
  • Rezepte heraus suchen und versenden
  • Alte Bilder heraussuchen und weiterschicken
  • Videokonferenzen (Jitsi, BigBlueButton, Zoom, Teams 365...)
  • Telefonkonferenzen (z.B. über meebl), Telefonketten, Rundrufe, Telefonpatenschaften, Geburtstagsanrufe
  • E-Mails, Newsletter verschicken
  • Austausch über Messengerdienste (z.B.Signal) an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Themen
  • kleine Aufmerksamkeiten vorbeibringen
  • zu zweit spazieren gehen
  • Sprachnachrichten verschicken [Beispiel mit Anleitung der Kontaktstelle]
Am 08.03.2021 ist eine neue Fassung der Niedersächsischen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen in Kraft getreten. Treffen von krankheitsbezogenen Selbsthilfegruppen (§20h SBG V) sind mit bis zu 10 Personen  möglich. Hygienekonzepte für Gruppen finden Sie auf der Seite des Selbsthilfebüros Niedersachsen hier: [  Link  ]
Unterschiedlichste Hilfeangebote werden in der Coronakrise für Ratsuchende angeboten. Wir haben für die Gruppen verschiedene Adressen rausgesucht und hier zusammengestellt: [ Nützliche Adressen ]
Es gibt viele technische Möglichkeiten, damit sich Personen online/virtuell begegnen können. Messengerdienste, Telefon- und Videokonferenzen können für Gruppentreffen genutzt werden. Auf der Seite des Selbsthilfebüros Niedersachsen finden sich Links und Beispiele. Die Kontaktstelle unterstützt Sie gerne beim Ausprobieren! Hier finden Sie Tipps zu Mircrofoneinstellungen, Umgang mit technischen Hürden und Teilnahme an Videokonferenzen.
[ Microeinstellungen ] [ Technische Hürden ] [ Videokonferenz ]